
Im Zuge der Modernisierung einer Gasproduktions- und Aufbereitungsanlage von Air Liquide Austria GmbH wurden drei bestehende Teilanlagen technisch erneuert sowie eine vierte zentrale Anlage für den Gesamtbetrieb des Werks geplant und realisiert. Zusätzlich wurde ein übergeordnetes Konzept für den hartverdrahteten Signalaustausch zwischen den einzelnen Teilanlagen entwickelt und umgesetzt.
Ziel des Projekts war der vollautomatische Betrieb der Umpumpvorgänge zwischen den Werktanks sowie die sichere Kundenbelieferung. Aufgrund einer nicht mehr aktuellen Bestandsdokumentation war zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme erforderlich, um sämtliche Abhängigkeiten der Teilanlagen zu analysieren und zu berücksichtigen. Die sicherheitsgerichteten Abschaltfunktionen wurden auf Basis einer HAZOP-Analyse und systematischen Risikobeurteilung definiert, in einer C&E-Matrix strukturiert und in ein komplexes Sicherheitskonzept unter Berücksichtigung bestehender Systeme integriert. Eine besondere Herausforderung des Projekts bestand darin, die Anforderungen an eine hohe Anlagenverfügbarkeit mit den geforderten Sicherheitsstandards in Einklang zu bringen.
Durch die Umsetzung des Projekts wurde die Versorgungssicherheit von Air Liquide Austria GmbH hinsichtlich der Bereitstellung technischer Gase für sicherheitskritische Anwendungen signifikant erhöht. Der nun mögliche mannlose Betrieb der Anlage führt zu einer nachhaltigen Reduktion des Personal- und Ressourcenaufwands. Zudem ermöglicht die bereinigte und aktualisierte Anlagendokumentation eine eAizientere Fehlersuche sowie verkürzte Reaktionszeiten im Störungsfall.
Engineering mit Siemens TIA Portal V18
Einsatz von SIMATIC ET 200SP
Visualisierung über SIMATIC HMI-Panels